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Der neue Aufschwung in der Musikindustrie

Die Musikbranche hat schon vor Generationen für umsatzstarke Zahlen gesorgt. Grund hierfür war bis in die 80er Jahre der Verkauf von Schallplatten. Diese konnten mit leidlicher Qualität lediglich auf Tonbänder bzw. Kassetten kopiert werden. Im Rahmen der Digitalisierung ging es im Laufe der Jahre jedoch kontinuierlich abwärts. Interessant ist jedoch, dann trotz moderner Streamingdienste nun wieder Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist. Doch warum ist das so?

Der schwierige Weg der Musikindustrie
Mit dem Durchbruch der CD Mitte der 80er Jahre galt zunächst die Schallplatte als tot. Jedoch wollten viele Musikfreunde ihre Lieblingsinterpreten nicht nur auf CD, sondern immer noch auf Schallplatte haben. Von daher hielt der Boom auf diese Tonträger vorübergehend noch an. Im Jahr 1999 konnte die Musikindustrie einen weltweiten Umsatz von 25 Milliarden Dollar verzeichnen. Nachdem günstige CD-Brenner auf den Markt kamen, konnten diese Tonträger problemlos vervielfältigt werden. Es kam jedoch noch schlimmer. Den Anfang machten die ditigalen Alben, die über viele Online-Portale zum Download angeboten wurden. Während eine greifbare CD durchschnittlich 15 Euro kostet, werden dieselben Alben als Download für rund die Hälfte angeboten. Noch mehr sparen konnten die Musikfreunde mit den Streamingdiensten.

Für eine geringe Monatsgebühr lassen sich rund um die Uhr alle Lieblingstitel abspielen. 2014 hatte die Musikindustrie mit nur noch 14 Milliarden Dollar den Tiefpunkt erreicht. Grund hierfür war das Entstehen der ersten Internet-Musik-Tauschbörsen, allen voran der Anbieter Napster. Auf diese Weise haben sich viele Internetnutzer komplette Musiksammlungen aus aller Welt kostenlos zusammengestellt und dies jedoch auf Kosten der Musikbranche. Gerettet wurde dieser Niedergang durch den i-Tunes-Anbieter Apple. Dieser sorgte dafür, dass Musik nur noch gegen Bezahlung aus dem Internet zu bekommen war. Auch andere Anbieter haben sich bereiterklärt, nur noch gegen Bezahlung Songs anzubieten. Natürlich gibt es auch weiterhin digitale Lösungen, um Musik kostenfrei, wenn auch nicht legal, aus dem Internet zu ziehen. Jedoch sind diese Möglichkeiten zugunsten der Musikbranche geringer geworden.

So gelang wieder der Aufschwung
Hierzulande werden nach wie vor überaus viele Tonträger als CD verkauft. Im Jahr 2017 erreichten diese einen Umsatz von 720 Millionen Euro. Mittlerweile erfreut sich aber auch wieder die totgeglaubte Schallplatte große Beliebtheit. Jedoch sorgen ausgerechnet die Streamingdienste für einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Musikbranche. Zu den Platzhirschen gehört hier ganz klar Spotify, gefolgt von Apples iTunes. Obwohl die Streamingangebote relativ günstig angeboten werden und noch unterhalb der Verkaufspreise für den Download eines Albums liegen, profitiert die Musikindustrie hiervon. Jedes Mal, wenn ein Song gestreamt wird, verdient die Musikindustrie einen geringen Teil daran.

Da diese Songs von vielen immer wieder angehört werden, rechnet sich dies. Zudem darf nicht vergessen werden, dass die Streamingportale ihr Angebot als Abo anbieten und somit die Musikfreunde längere Zeit daran gebunden sind. Im Fazit ist festzustellen, dass die Digitalisierung in der Musikindustrie viel Schaden angerichtet hat und nun versucht, diesen wieder zu beheben. Wie zuvor erwähnt, haben aber Schallplatten und CDs immer noch ihre Daseinsberechtigung und sorgen ebenfalls für einen Anstieg der Verkaufszahlen in der Musikindustrie. Weitere Hinweise zu diesem Thema finden Sie hier.

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