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Musiker hinter Masken: Diese Künstler versteckten ihr Gesicht

Um im schwer umkämpften Musik-Business einen Wiedererkennungswert zu erlangen, lassen sich Künstler alle möglichen Ideen einfallen. Von einem außergewöhnlichen Kleidungsstil wie Lady Gaga oder Billie Eilish bis zu verrücktem Make-up wie die legendäre Band Kiss ist alles dabei. Einige Musiker haben sogar solche schrägen Looks, dass sie als Privatpersonen auf der Straße kaum erkannt werden. Das hat viele Vorteile, denn wer sich maskiert, kann förmlich zwei getrennte Leben führen: auf der Bühne und im Alltag. Welche Künstler mit diesem Konzept erfolgreich wurden und weshalb die meisten von ihnen irgendwann die Maske ablegten, haben wir uns genauer angesehen!

Photo by John Pratt on Unsplash

Caption: Auf der Bühne sah man die Rocker von Kiss die meiste Zeit nur mit ihrer legendären Gesichtsbemalung.

Kiss: Mit schwarz-weißem Make-up zum Erfolg

Die Hard-Rock-Band Kiss wurde in den 1970er Jahren gegründet und konnte zahlreiche große Erfolge verbuchen. International verkaufte die Band mehr als 100 Millionen Alben und zählt damit bis heute zu den erfolgreichsten Rockern aller Zeiten. Obwohl sich die Band seit 2019 auf einer dreijährigen Abschiedstournee befindet, ist ihre Musik immer noch aktueller denn je und wird von einem breiten Publikum verehrt. Noch heute werden die Sounds der Rocker in verschiedenen Formaten verarbeitet. So sind einige Songs von Kiss auf verschiedenen Teilen der Game-Reihe Guitar Hero vertreten und können dort als Karaoke-Versionen gesungen werden. Dazu gibt es einen eigenen Kiss Spielautomaten, auf dem die maskierten Gesichter zu Symbolen auf den Walzen werden. Natürlich läuft im Hintergrund die legendäre Musik der Band.

In der heutigen Popkultur sind die Amerikaner nicht nur für ihre harten Sounds und wilden Shows bekannt, sondern auch für ihr außergewöhnliches Stage-Make-up. Für jeden Auftritt schminkte sich die Besetzung mit schwarz-weißer Gesichtsbemalung, die zu ihrem Markenzeichen wurde. Die Basis des Make-ups ist eine weiße Farbe, auf der Markierungen in Schwarz, Silber und Rot aufgetragen werden. Besonders bekannt ist natürlich der Look von Bassist Gene Simmons, den er als The Demon bezeichnet: Zwei schwarze Sterne über den Augen und schwarzen Lippenstift zieren seine Züge. Frontman Paul Stanley hat ebenfalls absoluten Wiedererkennungswert. Seine Maske besteht aus einem schwarzen Stern über dem rechten Auge und blutroten Lippen – The Starchild. Der aktuelle Schlagzeuger Eric Singer ist als The Catman bekannt und trägt, wie der Name schon verrät, ein paar Schnurrbarthaare und eine niedliche Katzenschnauze. Die Leadgitarre wird seit mittlerweile fast 20 Jahren von Tommy Thayer gespielt, dessen Maske den Namen The Spaceman trägt. Er übernahm den Look von seinem Vorgänger Ace Frehley, der das Make-up kreierte. Auf die Frage hin, warum sich die Rocker vor jedem Auftritt Farbe ins Gesicht schmieren, antwortete Stanley in einem Interview, dass es sich vor allem um Spaß handele. Aber auch die viele Aufmerksamkeit durch ihr besonderes Aussehen genossen die Künstler.

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Caption: Sia trägt bei ihren Auftritten entweder eine Perücke oder große Schleife und Hüte über dem Gesicht.

Sia: Wenn die Stirnfransen zu lang werden

Als die australische Sängerin Sia zum ersten Mal einen weltweiten Hit erlangte, wuchs ihr die Aufmerksamkeit der Medien über den Kopf. Statt ihr Gesicht der ganzen Welt zu präsentieren, entschied sich die Musikerin für einen außergewöhnlichen Look und ließ sich eine Perücke schneidern, deren blonde Stirnfransen über das ganze Gesicht reichen. Ihren Look konnte man also als Bob bezeichnen, der einfach rundherum reichte. Mit diesem speziellen Aussehen konnte Sia zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen blieb ihr Gesicht weitgehend anonym – auch wenn bereits das ein oder andere Bild von ihr im Internet kursierte – zum anderen brachte ihr die extravagante Haarpracht zusätzliche Publicity. Mit einer kräftigen Stimme wie der von Sia ist der Look zwar gar nicht vonnöten, ihr Auftreten behandelte die Musikerin allerdings eher wie ein Kunstprojekt. So trug z. B. auch die Tänzerin Maddie Ziegler in Sias Musikvideos eine ähnliche Perücke, allerdings mit freiem Gesichtsausschnitt. Wenn Sia nicht gerade ihren blonden Bob trug, setzte sie auf eine schwarze Perücke, riesige Hüte oder eine Schleife in den Haaren, die ihr Gesicht ebenfalls verdeckte. Mit diesem anonymen Look stand sie nicht nur auf der Bühne, sondern besuchte auch zahlreiche rote Teppiche – Stolpergefahr inklusive!

Mittlerweile hat die Dusk Till DawnSängerin ihre Perücke allerdings bei vielen Gelegenheiten abgelegt. Auf ihrem Instagram-Kanal teilt die Künstlerin regelmäßig Fotos mit ihrem Gesicht und ist mittlerweile wohl auch schon daran gewöhnt, von Fans erkannt zu werden. Für Bühnenshows setzt sie hin und wieder aber immer noch ihre eigene Form der Maske auf. Das hat nun aber deutlich mehr mit ihrem Kultstatus zu tun als mit dem Schutz ihrer Privatsphäre.

Slipknot: Masken aus dem Gruselkabinett

Würde man den Bandmitgliedern der Metal-Band Slipknot nachts auf der Straße begegnen, würden die meisten wahrscheinlich kreischend davonlaufen. Das liegt nicht daran, dass die neun Musiker grundsätzlich furchteinflößend sind, sondern dass sie in der Öffentlichkeit fast immer schauderhafte Masken tragen. Seit die Band 1995 in Iowa gegründet wurde, haben die Metaller einen rasanten Erfolgskurs gehalten. Was als Kellerband entstand, wurde schnell zu einem großen Namen am Musikhimmel: Slipknot. Neben dem düsteren Bandnamen, harten Klängen und brutalen Texten fanden Metal-Fans die Masken der Gruppe besonders spannend. Diese verhüllen die gesamten Gesichter der Bandmitglieder und haben zum Teil auch eigene Haarteile daran befestigt.

Jede Maske hat für den Träger eine wichtige Bedeutung und soll die Persönlichkeit des Künstlers repräsentieren. Shawn Crahan, der bis heute die Percussions übernimmt, will mit seiner Maske Clown z. B. sein Inneres nach außen kehren. Schon bei der ersten Bandprobe soll er eine Form der Maske getragen haben. Anders als bei Kiss sind die Gesichter nämlich nicht völlig gleichbleibend, sondern haben sich über die Jahre mit ihren Trägern weiterentwickelt. Bestes Beispiel dafür ist Sänger Corey Taylor. Als er der Band beitrat, trug der Musiker eine Maske, die an den Filmcharakter Leatherface aus The Texas Chain Saw Massacre erinnerte. Mittlerweile hat sich sein Stil jedoch stark verändert: Statt Horrorlook trägt der Frontman eine neue Maske, die deutlich simpler gestaltet ist und an einen Geist erinnert. Für das neue Auftreten hat der Sänger bereits einiges an Kritik geerntet, er hielt jedoch an seiner Veränderung fest.

Da viele Bandmitglieder auch in anderen Gruppen tätig sind, kennen die meisten Fans ihre wahren Gesichter mittlerweile. Das macht Corey Taylor und Co. allerdings nichts aus, denn die Maskierung dient der Band nicht zum Schutz der Identität, sondern viel eher als Ausdrucksform ihrer Emotionen. Natürlich haben die gruseligen Gesichter auch noch einen zusätzlichen Effekt: Sie lassen die Metal-Klänge von Slipknot noch stärker wirken und sorgen bei Fans für einen regelrechten Hype. Einige von ihnen haben sich sogar die Masken als Tattoos auf der Haut verewigen lassen.

In der Musikszene sind Masken nichts Neues. Kiss startete den Trend bereits in den 70er Jahren und war damit eine der ersten international erfolgreichen Bands, die ihre Gesichter bemalten. Seither haben es ihnen viele gleichgetan, doch die Maske ist nicht immer ein Rezept für Erfolg. Wer dazu nicht auch noch geniale Sounds liefert, kann sich trotz Wiedererkennungswert nicht im harten Business durchsetzen.

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