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Ohne Limit: Ein Soundtrack, der uns Träumen lässt

Der Film Ohne Limit (Originaltitel: Limitless) nimmt uns mit auf eine berauschende Reise. Wir beobachten einen erfolglosen Autor dabei, wie er dank eines ganz besonderen Wundermittels sein Leben auf den Kopf stellt. Den passenden Soundtrack lieferte niemand geringeres als Paul Leonard-Morgan, der zuvor und auch danach bei weiteren erfolgreichen Produktionen mitwirkte. Wir haben uns den Film und den Komponisten hinter Ohne Limit einmal genauer angesehen.

Handlung

Eddie Morra ist ein Buchautor, gespielt von Bradley Cooper. Zu Beginn des Films scheint es das Leben nicht sonderlich gut mit ihm zu meinen. Als ihm aber plötzlich eine Pille zwischen die Finger kommt, verändert sich sein ganzes Leben: Die Pille vermag es, seine Konzentrationsfähigkeit sowie sein Charisma zu steigern. Seinen Roman hat er dann im Handumdrehen fertiggeschrieben. Plötzlich ist es auch kein Problem mehr für ihn, neue Sprachen zu lernen oder erfolgreich als Investor zu arbeiten.

Die Erfolgsgeschichte scheint nicht abzureißen. Morra wird berühmt, reich und sexy. Aber die Pille birgt auch Gefahren. Er könnte der nächste sein, dem die Zauberpille zum Verhängnis wird. Die Gehirnkapazität des Autors scheint keine Grenzen mehr zu haben, aber die Drogenwelt ist eine gefährliche.

Neben Bradley Cooper spielen unter anderem auch Robert De Niro, Abbie Cornish und Anna Friel in dem Drama aus dem Jahr 2011 mit. Der englische Originaltitel lautet „Limitless“ und Regissseur war Neil Burger. Zuvor hatte dieser eher als Autor von sich reden gemacht, unter anderem bei „The Illusionist“ mit Edward Norton, Paul Giamatti und Jessica Biel.

Ohne Limit wurde direkt zum Erfolg. Die Geschichte ist einfach wie genial und lässt den Zuschauer träumen: Wer hat nicht bereits einmal darüber nachgedacht, was wäre, wenn plötzlich alles möglich wäre? Es keine Grenzen mehr gäbe und wir alles erreichen könnten, was wir wollten? Mit Eddie Morra fiebert der Zuschauer automatisch mit, freut sich über seine Erfolge, findet ihn zuweilen aber auch anstrengend und arrogant. Leider lassen außerdem die Nebenwirkungen nicht allzu lange auf sich warten, was uns ebenfalls vor die Frage stellt: Wie würden wir handeln? Gibt es einen Weg zurück und wie sieht das Leben danach aus? An der ein oder anderen Stelle wäre mehr Tiefe wünschenswert gewesen. Dennoch ist Limitless ein gelungener Film, der unterhält und zum Träumen anregt.

Soundtrack von Limitless

Bekanntlich macht eine gute Handlung noch keinen guten Film. Es gehört mehr dazu: Nicht nur die schauspielerische Leistung muss überzeugen, der Zuschauer möchte direkt mit ins Geschehen gerissen werden. Musik ist da die Wunderwaffe schlechthin. Der Soundtrack von Ohne Limit ist vielgesucht – und tatsächlich ist die musikalische Untermalung des Hollywood-Blockbusters gut gelungen.

Komponist des Soundtracks ist Paul Leonard-Morgan. Geboren ist er in Schottland und hat eine steile Karriere hingelegt: Sein erstes Album Filmtales veröffentlichte er im Jahr 2007. Zwischen den Jahren 2006 und 2011 wirkte er mit seiner Musik bei Spooks mit und war Teil der Dokumentation über J.K. Rowling. Später wurde er auch im Gaming-Bereich aktiv. Man kennt ihn zum Beispiel durch seine Mitarbeit an Battlefield Hardline oder Cyberpunk 2077.

In einem Interview sagte er, dass es recht einfach sei, dunkle Musik zu schreiben. Viel schwieriger sei es aber, dunkle Musik zu schreiben, die zuvor noch niemand anders geschrieben hätte. Auch bei Ohne Limit sind die düsteren Klänge zu vernehmen, die die Gefahr der Wunderpille widerspiegeln. Doch bei Limitless geht es nicht nur düster zu. Auch fröhliche und verträumte Klänge sind zu vernehmen, die ebenfalls zu den unterschiedlichen Stimmungen passt, die der Hauptdarsteller durchlebt. Der Titel „Trippy“ bei einem der Songs hätte passender nicht gewählt sein können: Ohne Limit entführt uns in eine verrückte, surreale Welt, in der alles möglich erscheint. Der nächste Trip ist aufregend und verheißungsvoll.

Später lauschen wir dann dem Track „Eddie Is Sick“ – Eddie ist krank. Hier wird es wieder dunkler, das Chaos und der Abstieg nahen. Auch „You Want More?“ zeigt, in welchem Zwiespalt sich der Hauptdarsteller befindet: Die Pille ist verlockend, droht aber sein Leben und seinen Körper zu zerstören. Happy Pills sind eben doch ein zweischneidiges Schwert – und den Namen „Happy Pills“ trägt auch einer der Titel von Ohne Limit. Er ist der wohl bekannteste aus dem Film und wurde von verschiedenen DJs und Produzenten in eigenen Tracks geremixt. In diesen Tracks findet der Song dann seinen perfekten Platz in der verträumten Partyszene, noch heute freut man sich auf Festivals und im Club, wenn die berühmten Klänge ertö

Was macht das Leben ohne Limit so reizvoll?

Ohne Limit hat die Zuschauer auf verschiedenen Ebenen angesprochen: Einerseits fühlt man mit Eddie Morra mit und wünscht ihm, dass er endlich Erfolge feiern kann. Zum anderen bringt uns der Film selbst zum Träumen. Ein wenig drogenverherrlichend ist das Ganze, doch der Fall lässt nicht lange auf sich warten und ruft uns ins Gedächtnis, welche Gefahren bewusstseinserweiternde Drogen birgen. Eine Droge wie die aus Ohne Limit gibt es in der Realität natürlich nicht – aber der verträumte Soundtrack des Films hat es trotzdem ins Hier und Jetzt geschafft. Auf Partys ertönen die Klänge von Songs wie „Happy Pills“ bis heute und nehmen uns mit in eine andere Welt. Ohne Limit leben zu können, das wünschen sich viele Menschen. Keine Grenzen, keine Hindernisse. Zum Glück bleibt Ohne Limit am Ende aber nur ein Film, der doch nicht Realität geworden ist. Wer Nervenkitzel sucht, kann sich hierzulande maximal über das Online-Casino ohne 1€ Limit freuen, mit Bewusstseinserweiterungen hat das aber nichts zu tun. Trotzdem ist Limitless ein interessantes Gedankenspiel, dem sich der Zuschauer gar nicht entziehen kann: Was wäre, wenn?

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