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Stille Pandemie: Wie Corona die Musiklandschaft verändert

4,2 Millionen Besucher – so viele Fans waren auf dem größten Konzert der Welt. Laut Guinness Buch der Rekorde spielte der britische Rockstar Rod Stewart zu Silvester 1994 vor exakt so vielen Menschen am weltberühmten Strand der Copacabana von Rio de Janeiro. Wer bereits einmal auf einem echten Live-Konzert gewesen ist, weiß um die besondere Atmosphäre auf einem Musikkonzert. Zu erleben sind diese Momente in der Corona-Pandemie nicht. Das Virus sorgt für geschlossene Clubs, ausgefallene Konzerte und auch Straßenmusiker haben ausgesungen. Wie hat die Krise die Musiklandschaft verändert?

Die Gewinner der Krise
Wie aus der Infografik von besteonlinecasinos.co hervorgeht, hat die Krise Verlierer wie Gewinner hervorgebracht. So manches Unternehmen profitiert vom Virus und kann sich über satte Gewinne freuen. Ganz klare Gewinner der Krise sind Audio-Streaming-Dienste. Sie erleben im Jahr 2020 ein deutliches Wachstum. Für wenig Geld können Nutzer auf eine gigantische Datenbank von Musik aus aller Welt zurückgreifen. Beliebt ist der Streaming-Dienst Spotify mit seinen Playlists. Daneben sind auch Apple Music oder Amazon Music mit ihrem riesigen Angebot stark vertreten.
Zu den Gewinnern der Krise gehören neben Audio-Streaming-Dienste für Musik auch die Dienste, die Hörbücher anbieten. In Deutschland ist die Zahl der Nutzer während der Pandemie rasant gestiegen. Audible ist eines der bekanntesten Unternehmen aus dieser Branche. Hörbücher für Kinder wie für Erwachsene stellen sie gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung.

Die Verlierer der Krise
Kaum eine Branche hat die Pandemie so stark getroffen wie die Veranstaltungsszene in Deutschland. Niemand spricht von Konzerten mit 4,2 Millionen Zuschauer in Rio, die vermisst werden. Um unterhaltsame und unvergessliche Musikkonzerte zu erleben, musste kein Musikfan mit der Lufthansa nach Südamerika fliegen. Die deutsche Veranstaltungsbranche ist groß, fast täglich fanden vor Corona irgendwo in Deutschland große und kleine Konzerte und Veranstaltungen statt. Umso größer ist die Wucht, die die gesamte Branche trifft.
Nach dem ersten Lockdown haben die Veranstalter mit strengen Hygienevorschriften für ein langsames Wiedererwachen der Szene gesorgt. Schon da kamen die Besucherzahlen bei Weitem nicht an die Werte vor der Pandemie heran. Mit dem zweiten Lockdown im Herbst 2020 wurden alle Bemühungen zunichtegemacht. Mit der Schließung von Veranstaltungshäusern wird vielen Einrichtungen die Existenzgrundlage geraubt. Etwa 90 Prozent aller Häuser haben vor der Pandemie nur mit Mühe die schwarze Null gesichert. Ohne staatliche Unterstützung werden viele Einrichtungen nach der Pandemie nicht mehr eröffnen.

Live-Musik in das eigene Wohnzimmer
Die Sehnsucht nach Live-Konzerten ist nicht nur bei Musikfans groß. Die großen und kleinen Stars selbst vermissen es, auf einer Bühne live zu ihren Fans zu singen. Viele Musiker erfinden sich in der Krise neu. Statt auf Festivals und Konzerten zu spielen, singen sie live von ihrer Couch aus zu ihren Fans. Sogenannte Wohnzimmer-Konzerte haben in der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Musiker präsentieren ihre neuen Songs und bekannte Lieder auf diesem Weg.
Via Instagram, Facebook oder YouTube Live schalten sich die Fans zu. Davon profitieren alle – die Musiker, die Fans und selbstverständlich die sozialen Netzwerke. Eine gute Internetverbindung und ein solides Soundsystem sind erforderlich, um die Musik bei einem Wohnzimmer-Konzert in den eigenen vier Wänden genießen zu können.

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