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Kryptowährungen im Musikbusiness: Mehr als eine Blase?

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Kryptowährungen im Musikbusiness: Mehr als eine Blase?

Laut der Fachmeinung unterschiedlicher Experten ist eine zukünftige Welt ohne Blockchain kaum noch denkbar. Allerdings gibt es diese Prognosen nun schon seit fast einem Jahrzehnt. In der Musikbranche hat sich in diesem Zeitraum zwar sehr viel verändert, doch Kryptowährungen spielen dabei kaum eine Rolle. Vor allem, seit auch noch die zuvor hochgehandelten NFTs im Sommer 2022 einen deutlichen Einbruch erlitten. Immer wieder setzen einzelne Künstler auf Bitcoin & Co. Die entscheidende Frage lautet, ob daraus jemals ein funktionierendes Geschäftsmodell werden kann.

Krypto ist in vielen Teilen der Welt völlig normal

Im deutschen Sprachraum spielen Kryptowährungen im internationalen Vergleich nur eine geringe Rolle. Populär sind sie vor allem in Asien, Afrika und Südamerika.

Während hierzulande die Bezahlung des täglichen Einkaufs mit Bitcoin & Co. oder der Besuch eines Krypto Casinos noch sehr exotisch anmutet, ist das mittlerweile in anderen Teilen der Welt völlig normal.

Das Geschäftsmodell „NFT“ kann funktionieren

In der Musikbranche waren es bis vor kurzer Zeit vor allem die sogenannten Non-Fungible-Tokens (NFTs), die Anlass zur Hoffnung gaben, ein wenig frischen Wind in das Business zu bringen.

Einfach erklärt, können dabei Vermögenswerte wie Musikrechte auf einen Token überschrieben werden. Das führt dazu, dass die Besitzverhältnisse digital abgebildet und in weiterer Folge auch entsprechend gehandelt werden können.

Pionierarbeit auf diesem Gebiet leistete die Rockband „Kings of Leon“, die im Jahr 2021 ihr Album „When You See Yourself“ auch in Form von NFTs veröffentlicht hat. Die Tokens sollen den Nutzern einen Zusatznutzen verschaffen, wie beispielsweise bevorzugte Platzwahl bei Konzerten oder limitierte Editionen künftiger Veröffentlichungen. Der Preis für die insgesamt drei unterschiedlichen Tokens lag bei 50 US-Dollar. Laut dem Musikmagazin NME nahm die Band mit dieser Aktion über zwei Millionen US-Dollar ein.

Solche Aktionen sind nicht nur für Künstler interessant, sondern auch für Fans und Sammler. Denn bei den bisherigen Geschäftsmodellen hatten sie kaum Gelegenheit, selbst am Umsatzkuchen der Musiker zu naschen. NFTs können jedoch im Laufe der Zeit deutlich an Wert zulegen und auch entsprechend gehandelt werden. Mit einer cleveren Strategie sollte es also möglich sein, sich mit NFTs ein schönes Nebeneinkommen zu sichern.

Doch im Sommer 2022 fielen die Kurse von Bitcoin & Co. stark und auch die Werte vieler NFTs fielen ins Bodenlose. Die Blase ist also zunächst einmal geplatzt.

Was passiert, nachdem die NFT-Blase geplatzt ist?

Im Gegensatz zur Expertise vieler Krypto-Experten wurden nicht alle NFT-Besitzer Millionäre. Im Gegenteil: Einige Anleger haben dadurch aktuell sehr viel von ihrem Vermögen eingebüßt.

Die Frage lautet, ob die digitalen Sammlerstücke nun endgültig ausgedient haben oder sich von diesem Schock noch einmal erholen können. Im Musikbusiness ist es in den letzten Wochen zwar recht ruhig um die NFTs geworden, doch andere Branchen beginnen nach dem Sommergewitter schon wieder mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

So zum Beispiel auch die Formel 1. Die Königsklasse des Motorsports will mit ihrer neuen Strategie ins Metaverse vordringen und im Rahmen dessen auch eine NFT-Kollektion für Sammler auf den Markt bringen.

Auch die altbekannte Jugendserie „Die drei ???“ springt aktuell auf den NFT-Zug auf und entwickelt NFTs mit Coverillustrationen der bekanntesten Fälle von deutschen Szene-Künstlern.

Wer genau hinsieht, kann also schon wieder zarte Pflänzchen wachsen sehen. Nun gilt es, in den nächsten Monaten genau zu beobachten, ob diese frühzeitig wieder zertrampelt werden oder im Laufe der Zeit zu kräftigen Bäumen heranwachsen können.

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