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Oneohtrix Point Never Video “No Nightmares” mit The Weeknd (Warp Records)

Magic Oneohtrix Point Never, das neue Studioalbum von Künstler und Produzent Daniel Lopatin, ist eine der am meisten gefeierten Veröffentlichungen des Jahres. Jetzt erscheint das Video zu “No Nightmares”. Auf „No Nightmares“ ist The Weeknd als Gast am Mikrofon zu hören: eine grandios mutierte Power-Ballade im Adult-Oriented-Rockstyle, verankert jedoch in Lopatins futuristischer Produktion. The Weeknd teilt sich mit Lopatin darüber hinaus die Rolle des Executive Producers des Albums.

Das Video zeigt sowohl Lopatin als auch The Weeknd als abstrakte Avatare, die einen ätherischen CGI-Traumzustand durchqueren. Das Video wurde vom Studio Reliquary House produziert, Regie führte Nate Boyce.

In einem persönlichen Statement erklärt Boyce,“Dan initially sent me an excerpt of ‘Fear of the Inexplicable’ by Rilke as a prompt to start working on our idea of a debased Pixar style animation. Abel and Dan traverse psychoanalytically charged scenarios and spaces that evoke a lurid mix of art and architectural references. Eventually I started to associate the implications of the Rilke poem to the biblical story of the Binding of Isaac, an anxiety inducing story I hated as a kid that became a subtext for the latter half of the piece. Despite the fact that Abraham is thwarted by divine intervention, I was terrified by his incomprehensible zealotry and willingness to sacrifice his own child, who I identified with. This story ensured my eventual atheism, but also my ongoing fascination with how these archaic stories, symbols, and motifs have continued relevance even now, and in many ways still structure our experience. So, as it happens in the animation, this process of individuation through archetypal projection starts with heroic ideations that devolve into anxiety and fear, culminating in a carnivalesque mockery of the faith required to confront these fears.”


Credit: Robert Beatty

Das neue Album Magic Oneohtrix Point Never ist ein gedankenvoller und selbstreferentieller Karrieremeilenstein. Lopatin legt damit gewissermaßen seine Autobiografie vor: ein vertontes Spiel der Ebenen, entworfen von einem Künstler, dessen vielschichtiges Output der letzten Jahre ihn an diesen definitiven Punkt seiner Karriere geführt hat. Erst Ende 2019 hatte Lopatin den von der Kritik einhellig gefeierten Soundtrack zu Uncut Gems beigesteuert; sein musikalischer Trip war der perfekte Score zum Noir-Thriller der Safdie-Brüder. Davor hatte er mit dem ebenfalls hochgelobten Album Age Of (Warp; 2018) jenes allgemeine Gefühl des Umbruchs vertont, das sich seither noch verstärkt hat und inzwischen überall auf der Welt spürbar ist. Nun jedoch richtet Lopatin den Blick auf die Frequenzen in seinem Inneren, indem der Aufbau von Magic Oneohtrix Point Never lose an die Programmlogik von Sendezeit-Blöcken im Radio anknüpft – angefangen am frühen Morgen bis zum Sendeschluss in der folgenden Nacht. Die vielen verschiedenen Elemente sind ineinander verschränkt zu einer kaleidoskopischen, unruhigen Klangwelle im steten Wandel, die sich zwischen den Extremen des Schiebreglers auftürmt und so abgründig-komische Zerrbilder der US-amerikanischen Kultur sichtbar werden lässt.

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